Finanz-Glossar

ADJUSTED EBIT
Die Abkürzung EBIT steht für Earnings Before Interest and Taxes und bezeichnet das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Für die interne Steuerung verwenden wir das Adjusted EBIT, also das angepasste EBIT ohne den Ergebniseffekt aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung der Finanzderivate nach IAS 39 und ohne Einmaloder Sondereffekte (wie zum Beispiel einmalige Abwertungen im Anlagevermögen).

BEREINIGTE EIGENKAPITALQUOTE
Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme an. Für die interne Steuerung bereinigen wir unsere Bilanz auf der Aktivund Passivseite um die kumulierten Bewertungseffekte der nach IAS 39 zu bilanzierenden Finanzderivate. Das Eigenkapital bereinigen wir um den hier relevanten Saldo aus den positiven Marktwerten im Vermögen und den negativen Marktwerten bei den Schulden.

BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE
Das Ergebnis je Aktie zeigt den Jahresüberschuss nach Fremdanteilen bezogen auf die Anzahl der Aktien. Beim Bereinigten Ergebnis je Aktie wurde der Bereinigte Jahresüberschuss nach Fremdanteilen verwendet. Bei dieser NettoErgebnisgröße wurden die Ergebnisund Steuereffekte aus der Stichtagsbewertung von Finanzderivaten nach IAS 39 und aus einmaligen Abwertungen im Anlagevermögen abgezogen. Die Anzahl der Aktien entspricht dabei dem gewichteten Durchschnitt unserer in der Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Aktien.

ß-(BETA-)FAKTOR
ßfaktor ist das Maß für das relative Risiko einer einzelnen Aktie im Vergleich zu einem Index. Ein ßFaktor größer als eins bedeutet, dass die Aktie risikobehafteter ist als der Vergleichsmarkt. Für einen ßFaktor kleiner als eins gilt der umgekehrte Fall.

CAPITAL EMPLOYED
Das Capital Employed ist das im Unternehmen eingesetze Kapital, für das ein Verzinsungsanspruch seitens externer Kapitalgeber besteht.

CASHFLOW
Der Cashflow stellt die Gesamtheit von Zuund Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittelequivalenten in einer Periode dar.

D&O-VERSICHERUNG
Die DirectorsandOfficersVersicherung, auch Organoder ManagerHaftpflichtversicherung genannt, ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe und leitenden Angestellten zum Schutz vor Kosten aufgrund von Rechtsstreitigkeiten abschließt.

DIVIDENDE
Gewinnabhängige Zahlung an die Aktionäre.

DIVIDENDENRENDITE
Kennzahl für den prozentualen Anteil der Dividendenausschüttung einer Aktiengesellschaft am Börsenkurs.

FREE CASHFLOW
Der Free Cashflow gibt an, inwieweit ein Unternehmen in der Lage ist, seine Investitionen aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit – das heißt nach Abzug der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien – zu decken.

IMPAIRMENT-TEST
ImpairmentTest bezeichnet einen Test der Werthaltigkeit für immaterielle Vermögenswerte (Goodwill, Patente, Lizenzen et cetera) sowie Finanzanlagen (Beteiligungswerte).

INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)
Internationale Rechnungslegungsregeln, die vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben werden. Aufgrund einer Verordnung der Europäischen Union (EU) sind diese ab 1. Januar 2005 – spätestens jedoch ab 2007 – von kapitalmarktorientierten Mutterunternehmen in der EU bei der Erstellung des Konzernabschlusses anzuwenden. Ziel dieser Regelungen ist es, eine internationale Harmonisierung der Bilanzierungsrichtlinien zu errreichen und damit eine bessere Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse zu ermöglichen.

KURS-CASHFLOW-VERHÄLTNIS (KCV)
Das KursCashflowVerhältnis ergibt sich durch die Division des Aktienkurses durch den Cashflow je Aktie. Damit beschreibt das KCV, mit welchem Faktor des Cashflow eine Aktie an der Börse bewertet wird.

KURS-GEWINN-VERHÄLTNIS (KGV)
Auch Price-Earnings-Ratio (PER) genannt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis gibt an, in welchem Verhältnis der Gewinn einer Gesellschaft zur aktuellen Börsenbewertung steht. Wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens im Vergleich zu einem oder mehreren anderen Unternehmen.

MARKTKAPITALISIERUNG
Auch als Börsenkapitalisierung oder Börsenwert bezeichnet. Ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der ausgegebenen Aktien mit deren Aktienkurs.

MARKTRISIKOPRÄMIE
Ist die zusätzliche Rendite, die der Gesamtmarkt oder eine bestimmte Aktie über dem risikolosen Zins hinaus bieten muss, um das vom Investor eingegangene zusätzliche Risiko zu entlohnen.

NACHHALTIGKEIT
Nachhaltigkeit bedeutet, natürliche Ressourcen auf eine Weise zu nutzen, dass auch zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse erfüllen können. Aus Unternehmenssicht sind für nachhaltiges Wirtschaften ökonomische, ökologische und soziale Aspekte zu berücksichtigen. Dies wird auch als Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet.

RISIKOLOSER ZINS
Die Verzinsung, die ein Anleger von einem risikofreien Investment, beispielsweise einer Staatsanleihe, erwarten kann.

ROCE
Der Return on Capital Employed oder auch Verzinsung des eingesetzten Kapitals beschreibt, wie effektiv und profitabel ein Unternehmen mit seinem eingesetzten Kapital umgeht. Der ROCE errechnet sich aus dem operativen Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) im Verhältnis zu dem eingesetzten Kapital (Capital Employed).

STEUERQUOTE
Die Steuerquote ist die Quote, die sich auf Basis des Verhältnisses vom tatsächlich entrichteten Steueraufwand zum Gewinn vor Steuern ergibt.

SWAPS (COMMODITY-SWAPS)
Ein (Commodity-) Swap ist eine Vereinbarung über den Austausch einer Reihe fixer Warenpreiszahlungen (Fixbetrag) gegen variable Warenpreiszahlungen (Marktpreis), wobei es nur zu einem Barausgleich (Ausgleichsbetrag) kommt.

TAX-SHIELD
Tax-Shield bezeichnet den Wert des Steuervorteils, den Fremdkapitalzinsen, Schulden oder Verlustvorträge zum Unternehmenswert beitragen. Da Unternehmen in den meisten Steuersystemen Schulden oder Verluste steuermindernd einsetzen können, erhöhen diese den Wert eines Unternehmens für einen potenziellen Käufer, da er sie mit eigenen Gewinnen verrechnen kann. Wenn ein Unternehmen entsprechend verschuldet ist oder alte Verluste in der Bilanz fortschreibt, ist sein Marktwert um genau den Wert des Steuervorteils höher als der Wert eines vergleichbaren Unternehmens, das nicht verschuldet ist.

VALUE SPREAD
Zentrale Steuergröße unserer wertorientierten Unternehmensführung. Sie errechnet sich aus der Differenz von ROCE – also der Rendite auf das eingesetzte Kapital – und dem gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC).

WACC
Der Weighted Average Cost of Capital (WACC) steht für den gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz. Die Kennzahl dient als langfristige ökonomische Untergrenze der operativ erwirtschafteten Rendite basierend auf dem Verhältnis von Fremdkapital und Eigenkapital. Die Eigenkapitalkosten werden mit dem risikolosen Zinssatz, einer Risikoprämie für das Marktrisiko und dem ß-(Beta)-Faktor berechnet. Die Grundlage für die Bestimmung der Fremdkapitalkosten sind der risikolose Zinssatz zuzüglich eines Aufschlags für das Ausfallrisiko. Diese Größe kann sowohl als Vorsteuergröße als auch als Nachsteuergröße berechnet werden. Als Vorsteuergröße setzt sie die ökonomische Untergrenze des ROCE.

XETRA
XETRA ist die Abkürzung für Exchange Electronic Trading. Es handelt sich dabei um das Elektronische Börsenhandelssystem der Deutsche Börse AG für Aktien und Optionsscheine, das sich durch eine automatisierte Orderabwicklung, ein offenes – das heißt für alle Marktteilnehmer transparentes – Orderbuch sowie die standortunabhängige Zugriffsmöglichkeit für alle Marktteilnehmer auszeichnet. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit und der niedrigen Kosten der Orderausführung hat es den Parketthandel an den deutschen Börsen weitgehend verdrängt.