Strom: Weitere Verbesserungen im Market Design
Im Elektrizitätsmarkt setzt sich die MVV Energie Gruppe für mehr Effizienz auf
Basis eines am Wettbewerb ausgerichteten Market Designs ein. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Reform des EEG-Ausgleichsmechanismus, die mit Zustimmung des Bundestags am 3. Juli 2009 verabschiedet wurde. Ab 2010 werden dadurch Risiken im Stromvertrieb deutlich gemindert, da der von EEG-Anlagen erzeugte Strom nicht mehr physisch von den Lieferanten abgenommen werden muss. Zudem werden die tatsächlichen Kosten der EEG-Förderung künftig transparenter abgerechnet.
Bereits seit langem setzt sich MVV Energie auch für eine Weiterentwicklung der deutschen Elektrizitätsübertragungsnetze ein. Eine zentrale Forderung betrifft die Abschaffung des Gegeneinanderregelns der verschiedenen Regelzonen.
Wir begrüßen daher den Vorschlag der BNetzA, die Bedarfe zu saldieren und nur noch den Saldo zu beschaffen. Ein Schritt in die richtige Richtung ist auch die derzeit beobachtbare stärkere Kooperation der Übertragungsnetzbetreiber bei der Regelenergiebeschaffung. Weitere deutliche Verbesserungen der Wettbewerbsbedingungen versprechen wir uns von einer stärkeren Koordination und Kooperation der Übertragungsnetzbetreiber, die in einer Zusammenlegung der Regelzonen und in einer gemeinsamen Betriebsführung für alle deutschen Übertragungsnetze münden sollte. Durch diesen Schritt erwarten wir eine deutlich verbesserte Markttransparenz, eine stärkere Koordination und Vereinheitlichung von Kapazitätsauktionen, von Prozessen und bei der Netzausbauplanung. Weiterhin würde dadurch der Wandel des Selbstverständnisses der Netzbetreiber hin zu „Market Facilitators“ beschleunigt: Betreiber und Förderer eines Marktplatzes, auf dem intensiver Wettbewerb gelebt wird. Insgesamt führen die beschriebenen Aspekte zu einer verbesserten Markteffizienz und damit zu einer Erleichterung des Vertriebs- und Handelsgeschäfts der MVV Energie Gruppe.

