Ertragslage unserer Beteiligungen im Energiegeschäft

Im Geschäftsjahr 2008/09 erzielten unsere inländischen Stadtwerke-Beteiligungen in Kiel, Offenbach, Ingolstadt, Solingen und Köthen sowie die zwölf Fernwärme-Beteiligungsgesellschaften unserer tschechischen 100 %-Tochter MVV Energie CZ a.s. vor Konsolidierung einen Umsatz von 1 222 Mio Euro. Der Vorjahresumsatz (einschließlich Teilkonzern Polen) lag bei 1 138 Mio Euro (+ 7 %). Alle genannten Beteiligungsgesellschaften haben ihren Umsatz gesteigert.

Als Folge der Hochpreisphase bei Kohle und Öl hat die Mehrzahl unserer Stadtwerke-Beteiligungen zu Beginn des Geschäftsjahres 2008/09 und teilweise noch zum
1. Januar 2009 die Tarifpreise im Strom-, Fernwärme- und Gasgeschäft erhöht. Infolge der rückläufigen Ölpreisnotierungen haben alle Beteiligungsgesellschaften ihre Gaspreise zum 1. April 2009 zweistellig gesenkt. Zum selben Zeitpunkt reduzierte die MVV Energie AG auch ihre Fernwärme-Tarife.

Das Adjusted EBIT unserer Stadtwerke- und Fernwärme-Beteiligungen verringerte sich im Geschäftsjahresvergleich um 1 Mio Euro (– 1 %) auf 111 Mio Euro.

Die von Stadtwerke Kiel AG (SWK) bereits eingeleiteten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen werden fortgesetzt. Wesentlich für SWK ist die zukünftige Ausrichtung des Gemeinschaftskraftwerks Kiel (GKK). Parallel zu einer Lebensdauerverlängerung werden Alternativen zum Einsatzbrennstoff Kohle geprüft.

Im Dezember 2008 entschieden sich die Aufsichtsräte der Stadtwerke Velbert und der Beteiligungsgesellschaft der Stadt Velbert gegen den geplanten Rheinisch-Bergischen Stadtwerke-Verbund (RBSV) der Städte Solingen, Remscheid und Velbert, der zum
1. Januar 2009 an den Start gehen sollte. Nach der gescheiterten Dreier-Fusion mit Velbert haben die Stadtwerke Remscheid und Solingen eine Netzkooperation geprüft und Ende September 2009 verworfen. Im Ergebnis zeigte sich, dass die regulatorischen Risiken die erwarteten Synergien einer gemeinsamen Netzgesellschaft nahezu aufwogen.